Rose MusikDa hat mir die Technik die letzten Wochen einen Strich durch die Rechnung gemacht und noch ist das Problem nicht endgültig gelöst. Denn leider komm ich zur Zeit von der Arbeit aus nicht an meinen Spotify-Account und kann die Musik nur über das Smartphone genießen. Das ist aber leider kein Genuss darüber eine Playlist einzurichten und eine Besprechung zu schreiben. Wie dem auch sei: Da hat sich verdammt viel gute Musik angestaut in den vergangenen Wochen, in denen ich zudem als Jugendtrainer unterwegs war, um eine coole Truppe bis in die Finalrunde der inoffiziellen Berliner Hallenmeisterschaft zu führen. Denen hab ich erstmal einen Mannschaftssong angeheftet. Stromaes “Ta Fête“ war für die belgische Nationalmannschaft, die roten Teufel, geschrieben. Passt auch farblich gut zu meinen Jungs. Musikalisch eh.

Ganz erstaunt war ich, dass mir bislang Kate Tempest entgangen war. Und zwar gänzlich. Was sehr schade ist, denn die Musik ist großartig. In all ihren Facetten bester britischer HipHop. Der Avantgardist des HipHop, Kendrick Lamar ist ebenfalls wieder da. Sein neues Album ist musikalisch und textlich ein Hochgenuss. Stilistisch nah am Trip-Hop-Style von DJ Shadow. Sehr lässig und nicht auf der Stelle stehend nach dem fulminanten Debüt.

Und auch im deutschsprachigen Raum gibt es wieder jede Menge gutes Zeug. Cluesos „Komm schlaf bei mir“ und „Pocahontas“ von AnnenMayKantereit sind tolle Tracks, die das beste der deutschsprachigen Indie-Musik aufgreifen. Absolut nicht Twitter-tauglich, aber eine große Freude bereitend ist der Bandname „Keine Zähne im Maul aber La Paloma pfeifen“. In der Art von Love A mit etwas mehr Electronica-Anteil will man beim eingespielten Gitarren-Riff am liebsten laut „Mother!“ mitgrölen. Ist aber dann doch etwas anders.

Annelotte de Graaf aka Amber Arcades kommt aus den Niederlanden und legt demnächst auch ihr Debütalbum vor. „Turning Light“ ist die zweite Vorab-Single daraus und kommt mit treibender Electronica und feinem Gesang daher. Bin ja gespannt, ob da noch mehr folgt und es damit nicht schon ausgereizt ist. Wäre schade. Plague Vendor haben dagegen schon fünf Tracks ihres neuen Albums veröffentlicht. Damit dürfte es ja bald mal in Gänze nachgereicht werden.

Heiß ersehnt war die neue Single von UR-Altmeister Robert Hood. Liebhaber*innen des Detroit Minimal Techno sind schon in heller Vorfreude und die Füße wippen sich warm. Da sehnt man sich schon nach den vernebelten Räumlichkeiten des Berliner Bunker. Augen zu und durch da! Und Was Idols haben ihr neues Album draußen. In düsterem Lack-und-Leder-Style kommen die Industrial-Tracks daher. Zwei Schritt vor, einer zur Seite, zwei zurück. Und niemals aus der Ruhe bringen lassen. Fein, fein.

 

Titelfoto: © J.RISTANIEMI, Kendrick Lamar @ The Circus, Helsinki – @jristaniemi on Instagram. Via: https://flic.kr/p/ea2edA is licensed under a Creative Commons license CC BY-ND 2.0, https://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/

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