Rose MusikMir fehlen noch immer die Worte, um meinem Schmerz über diesen Verlust Ausdruck zu verleihen. Bowie. Warum er?

Ich erinnere mich noch, wie ich mit 14 meine ersten Bowie-Alben aus der Stadtbibliothek ausgeliehen und an der elterlichen Braun-Anlage auf Kassette überspielt habe. Seither hat er mich immer wieder begleitet, tauchte in seinen Wandlungen in meinen Lebensphasen auf. Als Ziggy Stardust, der mich durch Phasen der Auseinandersetzung mit Homosexualität führte, und dazu der großartige Todd Haynes-Film „Velvet Goldmine“ mit Jonathan Rhys-Meyers, Ewan McGregor als Iggy Pop-Verschnitt Curt Wild und Christian Bale als Musikjournalist. Und in einer Gastrolle Placebo.

Wie wandelbar er doch war und für jede*n von uns einen Anknüpfungspunkt bot. Diese großartige Hommage von Radio Soulwax an ihn und seine Figuren liebe ich über alles und könnte ich pausenlos laufen lassen.

 

Wie sehr habe ich seine musikalischen Grenzgänge geliebt. Bis heute ist die „Outside“ eines meiner Lieblingsalben. Und ich bin überglücklich, ihn mehrmals live erlebt zu haben. Auf der Tour zum besagten Album und später im November 2003 auf seiner letzten Tour. Ein dreistündiges Konzert. Drei Stunden! Du warst am Ende erschöpft, aber glücklich.

Gestern habe ich den halben Tag heulend verbracht und noch heute brennen die Augen und sind gerötet. Aber gestern wurde auch in seinem Gedenken gefeiert. Ich war in einer Berliner Bar in Mitte, wo ein Freund auflegte und nur Bowie spielte. All Night Long. Und wir haben gesungen, gelacht, getanzt, geweint und uns an seiner Musik erfreut.

Leider wird es keine Rückkehr des This White Duke geben.

Titelfoto: Marc Wathieu, Aladdin Sane [Belgian], after David Bowie’s Aladdin Sane (1973). Via: https://flic.kr/p/qLQZtt.

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