Rose MusikLange habe ich nach einem würdigen Nachfolger für die Norweger Madrugada gesucht. Timber Timbre haben es soeben geschafft. Dabei sind es Kanadier und werden dem Folk zugerechnet. So eine Irreführung. Am 14. Juli kommen sie nach Berlin und spielen im wunderschönen Heimathafen Neukölln. Lobeshymnen braucht Nick Cave wahrlich nicht mehr. Aber der Film „20,000 Days On Earth“ hat solche ausdrücklich verdient. In einer bizarren Mischung aus  Doku und Lynch-Roadmovie ziehen uns das Künstlerduo Iain Forsyth und Jane Pollard in die Welt der Kunstfigur Nick Cave. Über ihn erfahrt ihr nicht viel, denn – so er selbst – es ist nur eine Fassade, aus der ab und zu der Rücken des Seeungeheuers hervorragt.

Wunderbar die Auftritte von Blixa Bargeld und Kylie Minoque. Und bei letzteren scheint der Geist von Michael Hutchence mit auf der Rückbank zu sitzen. Aus der Welt der relaexistierenden Lebenden kommt der Ire Conor O’Brien, der vergangenen Freitag bei ZDF aspekte einen wunderbaren Akustik-Auftritt hatte. Katty Salié war ein echtes Fangirl seiner Musik. Das ist auch gut so. Und bei der Gelegenheit erriet mir Tobias Schlegl, dass sein Traum ja ein Akustik-Auftritt der Foo Fighters auf der aspekte-Bühne wäre. Vielleicht ja im November, wenn die Jungs um Dave Grohl wieder in Berlin gastieren.

Das Beste zum Schluss lieferte dieser Tage – wieder mal – Jan Böhmermann ab. Mit Sende machte er zur Verabschiedung in die Sommerpause eine fette Tour de Force durch die deutsche Rap Geschichte. Ein Must-See, wie ich meine.

Ich verabschiede mich noch nicht in den Sommer, sondern träume noch von ihm. Aber bald. Solange gibt es von mir noch weiterhin viel gute Mucke zu hören.

 

Titelfoto: © Focka, Cypress Hill @ Credicard Hall- Via: https://flic.kr/p/9QomCq is licensed under a Creative Commons license CC BY-ND 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/

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