Rose MusikLetzte Woche hat FluxFM zum Valentinstag nach Bandmitgliedern gefragt, die auch solo erfolgreich unterwegs sind. Spontan fiel mir sofort die wunderbare Mina Caputo ein. Aber Life of Agony hab ich Euch ja bereits letzte Woche auf die Ohren gegeben. Diese Woche erscheint von Libertines-Mitbegründer Carl Barât das Soloalbum „Let it Reign“. Da kann man nur eine glorreiche Regentschaft wünschen. Das niemand sich darum schert, glaube ich auch nicht.

Auch um White Arrows, Psycho-Popper aus L.A., kommt man nicht herum. Bereits im vergangenen Herbst kam ihr zweites Album „In Bardo“ heraus. Gänzlich anders dagegen Kante. Die sind ja nun gestandene Musiker und machen jetzt in Theatermusik. Dazu gab es einen guten Beitrag im Deutschlandradio Kultur und nannten es Fremdgehen. Naja, ist Musik nicht auch immer Inszenierung? Leider inszenieren Boutique Rouge nichts mehr, aber über die Empfehlung habe ich Hamburger „Herrenkapelle“ Memoriez entdeckt, die schön unaufgeregt ihr Zeug machen.

Irgendwie steht der Anfang von 2015 bei mir unter krawalligen Vorzeichen. So schrabbeln sich die Gitarren und der Punk durch die ersten Wochen des Jahres. Together Pangea zum Beispiel oder Purple, die im Hamburg als Support von Elliphant auftraten, was beim Publikum eher für Irritationen gesorgt haben dürfte. Überhaupt nicht irriterend, eher beruhigend entfallten die Schwestern von Ibeyi ihren Sound. Auf dem selbstbenannten Debut-Album der Französinnen kommt samtiger Soul mit traditionellen karibischen Klängen zusammen ohne ins Weltmusikklischee abzurutschen. Da kannste dich zurücklehnen und einfach mal genießen.

Neues gibt es auch von Imagine Dragons aus Las Vegas, deren Debut „Night Visions“ 2013 mit einem Grammy veredelt wurde. Jetzt kommt ihr Nachfolger „Smoke + Mirrors“ und mit der Single „Shots“ ist wohl die Ansage verbunden: „Keine Angst vor epischem Pop!“. Wo hab ich mir nur Musée Mecanique eingefangen? Zumindest haben sie es geschafft für längerer Zeit in meiner Reservatenkammer zu liegen, um mich immer wieder zu beglücken bis es mal für die Tuesday’s Child passt. Und nix geht ja über gegen den Strich zu bürsten. Das solltet ihr unbedingt mit Zugezogen Maskulin als Soundtrack untermalen und schön aufmerksam den Texten lauschen. Das hat selbstreinigende Wirkungen auf die Eigenwahrnehmung.

 

 

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