Rose MusikBÄM! BÄM! BÄM! Leider beginnt 2015 mit schrecklichen Ereignissen. Terror, ausländerfeindlichen Dumpfbacken in Dresden, Toten. Selten war es so schwierig, sich in die Musik zu flüchten, um dort zumindest einen Moment durchzuatmen vom Wahnsinn dieser Welt. Das die Musik nicht unpolitisch daneben steht, gibt zumindest Hoffnung.

Zum Beispiel scheint sich ein wunderbares Revival der Riot Grrrls anzudeuten. Eine ihrer Speerspitzen meldet sich fulminant zurück. Sleater-Kinney haben nach zehn Jahren ein neues Album am Start, das dich in weniger als 40 Minuten einmal durchprügelt und ein Lächeln auf den Lippen hinterlässt. Einen vielschichtigen Lärmteppich bekommen wir von A Place To Bury Strangers. Ihr Album wird am 17. Februar erscheinen. Haltet die Ohrstöpsel bereit. Mit weit geöffneten Ohren solltet Ihr dagegen Tobias Sieberts Projekt And The Golden Choir genießen. Über ihn scheinen die Meinungen auseinander zu gehen. Aber ich finde es einen Wahnsinn, was er da für ein Album in die Welt gesetzt hat. Bisweilen wecken Stimme und Musik wilde Assoziationen. Zum Beispiel an Talk Talk oder Radiohead. Da passt es ja, dass Thom Yorkes Supergroup Atoms for Peace ein neues Album angekündigt haben.

NEU! NEU! NEU! So geht’s auch weiter mit Django Django, die endlich eine neue Single präsentieren. „First Light“ hört sich wie ein exzellenter 80’s-Track von Duran Duran & Co. an. Sasha Siem kommt ganz bald mit ihrer Debut-EP „So Polite“ raus. Bislang hat die junge Frau Stücke für klassische Orchester geschrieben. Ihr erster Song ist technoid, kunstvoll und komplex. Hart im Anschlag sind die alten Herren von Prodigy, die mit „Nasty“ nicht von ihrem altbekannten Schema abweichen. Aber bisweilen braucht man solch Beständigkeit in Zeiten ständigen Wandels. An alte Künste versucht auch Marilyn Manson anzuknüpfen. Wenn sein neues Album „The Pale Emporer“ als sein bestes seit 15 Jahren abgefeiert wird, bin ich ja noch zögerlich. Denn Antichrist Superstar liegt bereits fast 20 Jahre zurück. Daher tut gut daran mit niedrigen Erwartungen heranzugehen. So, da kann man auch gleich mal ein paar Klassiker ins Gehör zurückrufen und Primus und Ellen Alien abfeiern.

 

 

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