Rose MusikIhr mögt den Gemischtwarenladen? Dem will ich ich mich nicht verweigern. Was für eine großartige Stimme ist das denn? Wily Bo Walker stammt aus London und lässt mich vermuten, dass er einfach mal Tom Waits auf den Rhythm & Blues übersetzt hat. Düsterer Groove trifft tief verrauchte Stimme.

Sharon Jones ist da ja eher die Grand Dame des Soul, die man immer wieder hören mag. Und gerade die Erinnerung an eine Hymne der amerikanische Bürgerrechtsbewegung kommt da gerade recht. Bewegend ist auch die Musik von Ofrin. Das in Berlin gegründete israelische Duo beschreibt den eigenen Musikstil als schamanistisch. Wenn man sich dieses wunderbare audiovisuelle Werk ansieht, kann man nur zustimmend nicken.

Das erinnert mich natürlich an die ganze Trance- und Tribal-Szene der 90er. Eines meiner Lieblingsprojekte, das es auch immer noch gibt: The Future Sound Of London. Hatte ich SBTRKT schon in der Tuesday’s Child? So what. Mit Ezra Koenig von Vampire Weekend kann man sich das ruhig nochmal anhören. Live? Da war doch was. Achja, die 90er und der Grunge. Es ist ja durchaus wohltuend, wenn sich Bands treu bleiben und einfach mal durchrocken. Gerockt haben wohl auch die Broadway Killers aus Dänemark, die letzte Woche im Berliner K17 gespielt haben. Leider verpasst, denn die Musik kracht und hat mich sofort an die Bates erinnert. Die gibt es aber wohl nicht mehr. Waren aber toll.

Am Samstag spielen Bled White im Berliner Comet Club, die mit Audrey, Romy und er noch ausstehende Greta EP drei filmischen Stilikonen huldigen. Die entsprechende Antwort für die männlichen Ikonen kommt jetzt von The Fontaines, die zwei Tracks veröffentlicht haben: „Dustin Hoffman“ und „Paul Newman“, dessen blauen Augen besungen werden. Da verbliebe ich mit einem herzlichen: Respekt!

 

Was meinst Du dazu?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Go top