Rose MusikSeltsame Gestalten sind das, diese Musikschaffenden. Zwischen göttlicher Eingebung und wahnwitzigen Äußerungen pendeln sie bisweilen unkontrollierbar umher. Zuletzt Björk, die auf ihrer Facebookseite frei und fröhlich für die Unabhängigkeit Schottlands trommelte, indem sie ihren Song  „Declare Independence“ postete. Ob sie auch willentlich in Kauf nimmt, sich zwischen Nationalisten wiederzufinden? Ein anderes Genie ist zweifelsohne Thom Yorke, der ganz plötzlich sein Album „Tomorrow’s Modern Boxes“ ins Netz stellte. Dazu ein feines Video, das seinen genialen Wahnsinn irgendwie unterstreicht.


Wohin die Jungen tendieren werden? Wer weiß das schon. Vielleicht werden sie sich auch gar nicht politisieren. Nehmen wir die Schwedin Elliphant, die zusammen mit MØ „One More“ produziert hat und im Video mit männlichen Ghetto-Images spielt. Flying Lotus ist von diesen Bildern weit entfernt und fliegt weit oberhalb davon. Wenn der Tod wie sein neues Album „You’re Dead“ ist, brauchen wir keine Angst mehr zu haben. Und wenn wir schon im Flow sind, können wir gleich mit Subculture Sage weiter mit der Hüfte schwingen. Das Londoner Duo hat gerade seine erste EP veröffentlicht. Nicht die erste, aber endlich eine neue Single kommt von Elle King. Da hatte ich sie erst letzte Woche in der Tuesday’s Child und prompt gibt’s neuen Stoff. Das sollte ich mir merken.

Neues gibt es auch vom Norweger Erland Øye, seines Zeichens Sänger von The Whitest Boy Alive. Mit seinem ersten Soloalbum ist er jetzt auch auf Tour. Folk-Hop? Kannte ich bis eben auch noch nicht. The Uncluded machen das. Ihr Album stammt noch aus dem letzten Jahr. Sie zu entdecken ist aber nie zu spät. Was bleibt ist das göttliche Geschrabbel am Anfang. Und wer ihn nicht erkannt hat, dem sei gesagt, es war der Meister selbst: Mike Patton.

Titelfoto: Björk,  © Universal Music, Foto: Inez van Lamsweerde und Vinoodh Matadin

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