Die Tuesday’s Child ist ein Garant für gepflegte Quellen der musikalischen Inspiration. Aber ganz ehrlich? Ich habe nicht mehr die geringste Ahnung, woher dieser großartige Track von Eamon McGrath sich in meinen Gehörgang gebrüllt hat. Umso besser erinnere ich mich an Pulse Ultra, der m.E. besten Vorband, die leider über das Debüt nicht hinausgekommen sind. Wie quittierte mir einst ein anderer Konzertgänger meine Begeisterung: „Ich mag ja lieber Salat als Vorspeise.“ Tja, schade. Ich werde ja nicht müde, stets komplexe Hauptgänge zu empfehlen. Die gibt es vor allem bei KEXP, wo ich Rosebuds zu hören bekam und ich es gleich einem Geburtstagskind in die Timeline spülen musste. So geht Missionierung, liebe Gläubige. Missioniert hat mich auch die Nordic Playlist auf Spotify. Wunderbare Musikansammlungen aus dem europäischen Norden. Und ich bin immer wieder erstaunt, was für tolle Musik daher kommt. Gleich mal Valdimar in die Tuesday’s Child kopiert. Die Sterne haben ja auch was neues produziert und es gleich vom Pianisten Lambert interpretieren lassen. Zuletzt so tiefenentspannt war ich bei Sigur Rós.

Eher eiskalt, zumindest in der Interpretation von Ulf Poschardt, ist die neue Zoot Woman. Ja, die gibt es noch. Ob es besser, schöner, art-poppiger als Daft Punk ist, mögt ihr entscheiden. Ich schrabbel weiter auf der Luftgitarre zu Fucked Up und J Mascis und erfreue mich an der Kunstfertigkeit eines Rick Rubin, der Angus & Julia Stone eine schmerzhaft gute Perfektion einbläute.

Titelfoto: © Andrea Mancini – Sigur Rós in Florenz 2008 | CC BY 2.0. Via: https://flic.kr/p/6ZUTaL.

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