Rose MusikDer etwas andere Summer of the 90’s

Dieser Tage begehen arte und auch radioeins den „Summer of the 90’s“ und geben uns die volle Packung Jugenderinnerungen. Aber sind das auch wirklich alle? Und sind es die wirklich wichtigen? Ich bin da nochmal in mich gegangen. Und gerade die Neunziger waren musikalisch sehr prägend für mich. Im wesentlichen war das vor allem die Techno-Bewegung, die mich mit ihrer Soundflut mitgerissen hat.

Da jedoch eine sinnvolle Playlist zusammenzustellen, ist schier aussichtslos, denn es gab zwar „Hits“, doch das eigentliche Erleben der Musik fand in den Clubs, auf den Raves und mit den DJ-Sets statt. Aber Mitte der 90er wurde ich dann von Freunden in die wunderbare Welt der Gitarrenmusik eingeführt. Und als Freund der elektronischen Tanzmusik war und ist es noch der Industrial, der mich faszinierte. Mass Hysteria aus Frankreich zum Beispiel. Was haben wir uns die Nächte bei Quake II oder Doom und dem Hämmern von Ministry um die Ohren gehauen. Damals kam auch das erste Album von Offspring raus und bis heute ist „Smash“ echt das beste von denen. Wie haben wir zu „Come out and play“ die ersen Wochen allein auf der Tanzfläche vom Rock-it verbracht. Und später im Sage wurde dann standesgemäß zur Stimme von Keith Caputo das Haupthaar geschleudert. Und der Kajal gehörte zum guten Ton, wenn man sich düster hin- und herwogte bei Type O Negative. Und klar es war die Zeit des Nu Metal. Allen voran Deftones und später hinterher Limp Bizkit, denen man in der KuFa im Wedding huldigte, zumindest bei letzteren in deren Anfängen.

Sehr bald darauf waren die auch nicht mehr so dufte. In jedem Fall war auch das ein würdiger, durchtanzter Sommer.

Titelfoto: © Epitaph Records

Tuesday’s Child is Full of Grace – Issue 11

Was meinst Du dazu?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Go top