Rose MusikBereits vor meiner ausgedehnten Sommerpause erschien die erste Single der Libertines als Vorgeschmack auf das neue Album. Und tatsächlich: So großartig die Single war, so großartig ist auch das Album „Anthems For Doomed Youth“. Jeder Track eine wunderbare Komposition. Und ich bereue, dass ich mich mal abfällig über Pete Dohertys Musik nach seinem Drogenentzug geäußert habe, weil die damaligen Songs von ihm völlig blutarm waren. Ich nehme das zurück: Nie klang er besser!

Nicht unbedingt besser, aber immer noch gut klingen Duran Duran. Ja, die gibt es immer noch. Und wenn man mal den etwas seltsamen Song mit Kiesza außen vor lässt, ist das Album „Paper Gods“, das wie der Vorgänger mit Mark Ronson produziert wurde und auch die Ikone Nile Rodgers an Bord hat, ein gelungenes Machwerk mit klassischem Duranie-Sound. Und noch jemand ist wieder da: die Stereophonics erfreuen uns mit neuer Musik. So ist das Leben. Voller Überraschungen. Musikalisch überraschend ist auch die Kooperation zwischen Raury und Tom Morello, seines Zeichens Berufsrevoluzzer und Frontkämpfer der Armen und Unterdrückten. Überraschend, weil Raury eher für die leisen Klänge bekannt ist. Doch beide haben eine kraftvolle Botschaft.

So auch Frank Turner mit seinem Album „Positive Songs for Negative People“. Verabschieden müssen wir uns von Funeral For A Friend, die diese Woche die Auflösung ihrer Band bekannt gaben. Mit einer Tour wird dann ordentlich Abschied gefeiert. Mittlerweile ist auch „Want Went Down“ von den Foals erschienen. Wo die titelgebende Single noch kraftvoll in die Saiten schlug, ist Night Swimmers elektronisch-treibend. Das sind die beiden Leitplanken, zwischen denen sich das Album bewegt. Und noch eine Band aus den Altvorderen des Indie meldet sich mit einem neuen Album zurück. Low sind ja bekannt für ihren eher ruhigen Sound. Den gibt es auch auf „Ones and Sixes“ zu hören. “New African aesthetic“ nennt Yannick Ilunga den Stil, der zur Zeit vom Süden nach Europa kommt. Wo einst Weltmusik ein etwas romantisierendes Bild der afrikanischen Musik zeichnete, erleben wir jetzt eine spannende Fusion, bei der die Grenzen verschwimmen. Petite Noir hat kongolesische und angolanische Wurzeln, stammt aus Kapstadt und macht einfach krass gute Musik. Mit The Orb lassen wir es dann mal heute ruhig ausklingen und genießen einfach mal 15 Minuten elektronische Musik.

 

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