Rose Interview Mikrofon“Erinnert sich eine von Euch an diesen Artikel, in dem es vor ein paar Monaten um Männer mit Blumen im Bart ging?”

Wenn es nach Christian Neubert und Alexander Steinhoff ginge, gehörten solche Statusmeldungen ab sofort der Vergangenheit an. Ihre neue Plattform Tagpacker.com ermöglicht Usern nämlich das kostenlose Sammlen und Suchen ihrer Lieblingsinhalte im Netz. Egal, ob für private oder berufliche Zwecke, Recherche oder Freizeit. User können sich auf Tagpacker gegenseitig folgen, Inhalte anderer in die eigene Sammlung aufnehmen und anderswo bereits vorhandene Linklisten importieren. Das hat uns neugierig gemacht.

Was ist die Idee von Tagpacker.com und wie ist sie entstanden?

Tagpacker ist ein neues Tool zum Speichern, Organisieren und Teilen von Webinhalten. Unser Ziel ist es, den Umgang mit Informationen im Netz radikal zu vereinfachen. Diese Idee kam uns noch an der Uni, ausgearbeitet haben wir sie jeweils auf den täglichen Fahrradfahrten von München zum TU-Campus nach Garching.

Wie habt ihr als Gründer zusammengefunden?

Wir promovierten im Bereich der Informationsorganisation: Chris zu strukturierten Wikis, Lex zu Social Tagging. Wir waren unzufrieden mit vorhandenen Tools und wünschten uns eine flexiblere, strukturiertere Lösung – Tagpacker.com war geboren.

Processed with VSCOcam with p4 preset

Alexander Steinhoff

 

Was sind die größten Herausforderungen für Tagpacker derzeit?

Wir sind noch ganz Anfang und bauen gerade erst unsere Userbase aus. Dabei merken wir, dass die Leute sich nicht mehr so enthusiastisch für neue Plattformen registrieren wie noch vor ein paar Jahren – egal, wie kostenlos und gut sie sind. Sobald die User aber einmal merken, dass Tagpacker ihnen tatsächlich das Leben erleichtert, sind sie Feuer und Flamme.

Eine weitere Herausforderung ist die knackige Vorstellung dessen, was Tagpacker eigentlich ist. Dabei ist es im Grunde ganz einfach: Wir helfen unseren Usern dabei, relevante Netzinhalte so zu speichern, dass sie sie auch wiederfinden. Tags sortieren Links, Tagpacks sortieren Tags. Wer sich unsere Tutorials ansieht, wird das schnell verstehen.

 

Berlin wird ja gerade als Start-up-Stadt gehypt. Wie ist es so in Toronto als Entrepreneur?

In Toronto leben derzeit zwar unsere Digitalstrategin Annina und unsere Testimonials Ziggy und Oliver, Tagpacker selbst sitzt aber in München. Die Gründerszene ist hier gut vernetzt, es gibt diverse Events, bei denen man sich mit anderen Firmengründern austauschen und Investoren finden kann. Die TU unterstützt Ausgründungen ebenfalls mit Beratungsgesprächen und Seminaren.

In Toronto werden in erster Linie digitale Strategien entwickelt. Annina arbeitet uns von dort aus aus ihrem Home Office zu, was für alle Beteiligten ideal ist. Es gibt inzwischen ja sogar Studien darüber, dass Angestellte von zuhause aus besser arbeiten. Für uns hat sich diese Lösung bisher sehr bewährt.

Welche Tipps könnt ihr anderen Entrepreneuren aus Eurer Erfahrung weitergeben?

Wir haben von Anfang an viel wertvolles Feedback gesammelt und unseren Freunden und Bekannten ständig Prototypen gezeigt. Das würden wir auf jeden Fall allen Gründern empfehlen. Lasst Euch außerdem nicht entmutigen, wenn etwas mal länger dauert als geplant, hin und wieder muss man Dinge fließen lassen.

Und, psst: Den Link zu den Blumen im Bart findet Ihr übrigens hier.

 

 

Bild: © Christian Neubert, Tagpacker.

 

 

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