Rose WebWeniger Skandal- und Sensationsnews, mehr fundierte Antworten für die großen Probleme unserer Zeit: Mit Perspective Daily steht ein neues Start-up für konstruktiven Journalismus in den Startlöchern. Via: Good Impact.

Das Bild, das die Medien in ihrer Gesamtheit von der Welt malen, ist zu düster; es geht zu viel um Katastrophen, Unglücke, Versagen und Skandale; ständig wird über Probleme diskutiert, viel zu wenig über Lösungen: Diese Sichtweise haben viele Zuschauer und Leser schon länger. Und seit einiger Zeit setzt sie sich auch bei immer mehr Journalisten durch.

Als Folge davon starten Redaktionen Rubriken mit Erfolgsgeschichten, Sonderausgaben mit „Good News“, und neue journalistische Start-ups versuchen, mit Berichten über neue Chancen und Lösungen einen neuen, optimistischeren Blick auf die Welt zu werfen. Zu ihnen gehört auch Good Impact.

Fundierte Lösungen, verständlich erklärt

Seit gestern steht mit Perspective Daily ein neues Start-up für konstruktiven Journalismus in den Startlöchern. Dahinter stehen drei junge Wissenschaftler aus Münster: Maren Urner, Han Langeslag und Bernhard Eickenberg. Mit einem Team von festen Redakteuren und Gastautoren wollen sie lösungsorientiert über zukunftsrelevante Themen berichten wie Flüchtlingskrise, Klimawandel oder die Europäische Union, und das möglichst fundiert.

Foto: Perspective Daily

Foto: Perspective Daily

Pro Tag soll ein Text erscheinen, die Autoren sollen für jede Recherche etwa eine Woche Zeit bekommen. Am Ende sollen die Probleme und Chancen in jedem Feld systematisch beschrieben und komplexe Zusammenhänge verständlich erklärt werden.

12 000 zahlende Leser bis Mitte Februar

Ein journalistisches Magazin mit einem Mix aus Nachrichten, Interviews, Porträts und Reportagen darf man dabei nicht erwarten. „Einzelschicksale“ und „Kurzmitteilungen“ werde es ganz bewusst nicht geben, heißt es in den Pressemitteilungen.

So dröge wie die Zeitschrift Aus Politik und Zeitgeschichte der Bundeszentrale für politische Bildung wird Perspective Daily aber wohl trotzdem nicht werden. Interaktive Grafiken, multimediale Inhalte und Gamification-Elemente sollen das komplexe Wissen zugänglicher machen.

Wie das genau aussehen wird, lässt sich zurzeit noch nicht sagen. Noch kann man das Medium nicht lesen. Damit es starten kann, müssen die Macher bis Mitte Februar 12 000 Leser zusammentrommeln, die bereit sind, für ein Abonnement des Online-Magazins 42 Euro im Jahr zu zahlen.

Die Crowdfunding-Aktion dafür ist gestern gestartet. Wenn sie Erfolg hat, könnte das Wissen der Deutschen um die Chancen und Lösungen für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen wieder ein Stückchen zunehmen. Und das allgemeine Lebensgefühl könnte wieder ein Stückchen positiver und optimistischer werden.

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