Rose FreitagspostDie aktuelle Freitagspost mit Christiane Neudecker, Gangsterläufer Dokumentation, Farm-to-table Hype, Becks Craftbeer und als erstes

Eine schrecklich nette Familie

„Wir“ sind jetzt eine geschlossene Gemeinschaft. „Wir“ haben uns alle echt sehr gern und sind trotzdem total heterogen gestrickt. Es ist ein starker Trend in der aktuellen Medienlandschaft den Terminus „wir“ anstatt eines profanen „man“ zu verwenden. Es klingt einfach mehr nach Solidarität und Einigkeit für den kleinen deutschen Mann in für ihn sehr schweren Zeiten. Finanzkrise, Streiks und dann wird auch alles immer teurer – wir kennen das ja alle. Nette Dastellung von Bodo Morshäuser dazu auf Deutschlandradio Kultur zu unserem neuen „Wir“- Gefühl.

 

Farm to table – Bitte mal auf dem Tisch der Tatsachen bleiben

„But purity and moral superiority are not excuses for not knowing how to cook.“ Eine schöne Zusammenfassung über die neue „farm to table“ Bewegung in der Vanity Fair, bei der sich Autor Corby Kummer fragt, ob die Herkunft, der nur ungefähr fünf Meter entfernten Farm, und ein standesgemäß übertriebener Name des Produktes mittlerweile so viel wichtiger sind als der Geschmack des Essens an sich.

 

Becks What?!

Ein weiterer Trend des schier unendlichen Spektrums der Gaumenfreuden ist die Craftbeer Szene. In Berlin hat die Craftbeer Kultur in den letzten Jahren so einen Schub erlebt, dass nun selbst Menschen außerhalb von Kreuzberg und Friedrichshain wissen, worum es sich bei den süffigen Independent-Gutelaunermachern handelt. Klar, dass da die großen Bierkonzerne nicht lange auf sich warten lassen: Becks hat nun auch drei neue verschiedene Craftbeer Sorten auf den Markt geschmissen. Allein ihr Flaschendesign kreischt schon nach: „Bitte glaube mir, dass ich anders bin als alle anderen.“ Chefredakteur Mario Münster hat sich getraut und das szenetaugliche Massengebräu verköstigt. Sein Fazit ist auf ROSEGARDEN zu lesen.

IMG_4551web

 

Gangsterläufer

Nicht ganz neu, aber deswegen nicht weniger sehenswerte ist die Dokumentation „Gangsterläufer“. Yehya aus Neukölln kennt jeden und jeder kennt Yehya. Drei Jahre Haft mit 17 Jahren. Yehya ist wahrscheinlich nicht das, was die Bundesintegrationsbeauftragte als Vorzeigebeispiel für gelungene Integration nennen würde. Dennoch schafft es die Dokumentation über den jungen Mann palästinensischer Herkunft dem Zuschauer ein erklärendes und dennoch nicht verklärendes Bild anzubieten. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat die Dokumentation „Gangsterläufer“ noch einmal mit vielen Hintergrundinformation und Ergänzungsartikeln hochgeladen.

 

Dieser eine Sommer

Für den nächsten Donnerstag haben wir (siehe oben – das „Wir“-Gefühl übermannt einen einfach immer wieder) einen Ausgehtipp für euch. Die Buchpremiere zu Christiane Neudeckers neuem Roman „Sommernovelle“ findet im Roten Salon in Berlin statt. „Sommernovelle“ erzählt die Geschichte von zwei Mädchen, die den ersten Sommer mit dem Gefühl des Erwachsenwerdens am Meer verbringen. Jeder kennt diesen einen Sommer, der meist nur noch eine warme honigfarbene Erinnerung ist, uns aber dennoch erinnern lässt, wie einfach Träumen einmal war.

Wann? 28.05.2015, 20h

Wo? Roter Salon, Rosa-Luxemburg-Platz, 10178 Berlin.

Christiane Neudecker, © Jens Oellermann

Christiane Neudecker, © Jens Oellermann

Print lebt!

Und zum Schluss: ROSEGARDEN dankt euch für eure tatkräftige Unterstützung. Durch eure Spenden konnte das Crowdfundingziel von 3000 Euro erreicht und das neue Magazin somit nun in den Druck geschickt werden. Danke, danke, danke!

 

 

Was meinst Du dazu?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Go top