Rose FreitagspostHeute: Bärte in New York, Wes Anderson und Beck, Jonathan Lethem in Berlin. Und als Erstes:

Beck Hansen und Wes Anderson

Tobias Rüther hat in der FAS vom vergangenen Sonntag ein wunderbares Stück über den Musiker Beck und den Filmemacher Wes Anderson geschrieben. Für ihn seien sie wie Zwillinge – optisch und in der Art und Weise, wie sie ihre Kunst begreifen. Ein Beitrag voll kluger Sätze:

“Es geht bei diesem Projekt letztlich auch um ein alternatives Produktverhalten. Man würde sich nicht wundern, wenn man die Platten und Filme von Beck und Wes Anderson auch bei Etsy bestellen könnte, dem Online-Warenhaus für intellektuelle Strickwaren und idiosynkratisches Porzellan, eine Art Manufactum für Leute, die sich selbst nicht Hipster nennen würden, es aber sind, und deren Distinktionsgewinn darin besteht, gerade eben genau keine jener Marken zu tragen, die alle anderen tragen, was alle anderen dann auch tun, womit natürlich wieder Marken geprägt werden, was aber egal ist, solange nur die richtigen Leute damit Geld verdienen.”

Toll, oder?

The National auf der Leinwand oder “ungleiche Brüder”

Mistakten for Strangers

Die Geschichte ist einfach. Matt Berninger, Frontman der größten Konsensband unserer Tage – The National – nimmt seinen notorisch erfolglosen Bruder Tom, der gerne Filmemacher wäre, als Stagehand mit auf Tour durch Europa. Nebenbei soll er auch ein bisschen filmen. Als Stagehand wird er bald gefeuert. Filmen tut er weiter und dokumentiert damit den Konflikt zweier ungleicher Brüder und Tage auf Tour mit The National.

Matt Berningers Frau, die ehemalige New York Times Redakteurin und Filmemacherin Carin Besser, sichtete das Material und war angetan. Es entstand der Film “Mistaken for Stranges”, der das Tribeca Filmfestival eröffnete und seitdem hemmungslos gefeiert wird. Am 28. März kam der Film in den USA in die Kinos. Hier der offizielle Trailer:

Jonathan Lethem war in Berlin

Am Mittwoch war mit Jonathan Lethem einer der ganz großen Schriftsteller unserer Tage auf Einladung von Dialoge Books im Soho House und hat sein neues Buch “Dissident Gardens” vorgestellt. Wie immer bei Lethem ein clever komponiertes Stück mitten in seinem New York, das irgendwo zwischen Abgründigkeit und Wahnsinn liegt. Eine Leseprobe gibt es hier.

Lethem - Dissident Gardens

Bartzwang in New York, bitterernst

Philippe Intraligi fotografiert New York

Foto: Philippe Intraligi

Auch Peter Richter hat vergangenes Wochenende in der Süddeutschen Zeitung einen grandiosen Beitrag über Pferdekutschen und junge Männer mit Bärten in New York verfasst. “Stadt mit Bart” gibt es jedoch leider nicht im Online-Agebot der SZ. Deshalb hier der schönste Satz des Artikels:

“Es sieht also, mit anderen Worten, so aus, als wäre der Unterschied zwischen den chassidischen Jungen und den neuen Kunden der Barttransplantation gar nicht so groß: Ihre jeweiligen Peergroups zwingen sie zu dem Besuch. Bartlosigkeit können sich in Brooklyn sozial heute eigentlich nur noch Chinesen und Mexikaner leisten.”

ROSEGARDEN auf Issue für Androiden

Unser Magazin veröffentlichen wir über die Plattform Issue. Endlich gibt es Issue nun auch als Android-App. Allen Androiden macht das ROSEGARDEN lesen hoffentlich ab sofort noch mehr Spaß!

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