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Keine Zeit zum Einkaufen und Kochen und trotzdem Lust auf hochwertiges Essen? Im Rahmen unseres Food-Specials gehen wir der Frage nach, wie wir uns heute in Städten gesund, gut und nachhaltig ernähren können. Im Praxistest das brandneue Food-Startup ‚Eating with the Chefs‘, das uns die Sterneküche nach Hause liefert.

 

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Menüvorschlag auf der Webseite eating.de ©Eating with the Chefs

Die Ausgangssituation: Der Geburtstag meines Mannes. Es ist ein ganz normaler Wochentag und keiner von uns hat Lust und Zeit im Vorfeld die Gerichte vor- und während des Abends zuzubereiten. Wir könnten Essen gehen, bräuchten dann aber noch einen Sitter für die Kinder. Außerdem ist es doch viel schöner zuhause zu feiern! Wir sind bereits einigermaßen versiert was Lieferdienste angeht, haben schon Einiges getestet und wissen also grundsätzlich worauf wir uns einlassen. Nach kurzer Internet-Recherche stehen wir vor der Wahl: Koch buchen oder Gourmet-Essen bestellen vom neuen Food-Startup aus Berlin. Wir entscheiden uns für letzteres.

Food-Startup ‚Eating with the Chefs’

Der Lieferdienst hat es sich zur Aufgabe gemacht, Gourmet-Essen an den heimischen Tisch zu bringen. Wer nicht ins Restaurant gehen oder aufwändig selber kochen möchte, kann sich einzelne Gerichte oder ganze Menüs fertig gekocht nach Hause liefern lassen. Deutschlandweit. Die Gerichte werden von Sterne- und Spitzenköchen unter anderem mit dem Einsatz der Sous Vide Gar-Methode (Vakuumgaren im Wasserbad) zubereitet und sollen so auch bei längeren Transporten ihren vollen Geschmack  erhalten. Zuhause muss dann nur noch aufgewärmt und angerichtet werden.

Gal Ben Moshe, ©Eating with the Chefs

Unsere Bestellung sorgt für einigen Wirbel. Neun Menüs bedeuten einigen logistischen Aufwand. Aber nicht nur für die Chefs, auch für uns wie sich später herausstellen wird. Wir bestellen ein Menü, bestehend aus Vor-, Haupt- und Nachspeise des Chefkochs Gal Ben Moshe (Restaurant Glass, Uhlandstraße, Berlin). Kostenpunkt 30 Euro pro Menü.


Sterneküche à la Maison

Zum vereinbarten Zeitpunkt klingelt es an der Türe und uns werden zwei große Tüten überreicht, gepackt mit diversen Papierpäckchen. Diese sind angefüllt mit kleinen Plastikbeutelchen in verschiedenen Farben und Formen und einer Anleitung zum professionellen Anrichten der Gerichte. Soweit alles einfach und klar. Die Herausforderung wird sein, die Speisen auch laut Bilderklärung auf die Teller zu bekommen. Und das dann gleich für neun Personen. Puh. Gelungen ist uns das mal mehr mal weniger gut, was geschmacklich aber keine Einbußen hinnehmen musste. Hier unsere Kreationen:

 

vorspeise

Vorspeise: Sous Vide gegarter Lachs

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Hauptgericht: US-Beef Steak mit Minigemüse

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Nachspeise: Crème Brûlée aus der Tonkabohne

Abschließendes Resumée des Gourmet-Lieferdienstes: Lecker!

Kundenservice: Bestellung und Kommunikation haben gut funktioniert. Die Mitarbeiter sind freundlich und hilfsbereit. Wir mussten kurzfristig ein Essen abbestellen, was absolut kein Problem darstellte. Und die Lieferung war eine Punktlandung!

Design und Verpackung: Das Design bekommt ein Plus. Die Verpackung ist schlicht, ohne unnötige Extras und besteht aus braunen Kartonboxen. Beschriftung und Anleitung sind schnörkellos und klar gestaltet. Leider lassen die vielen Plastikbeutelchen mit den verschiedenen Bestandteilen der Gerichte viel Verpackungsmüll zurück. Auch wenn die Vakuumbeutelchen aus Polypropylen (PP) bestehen und „problem- und schadstofflos recycelt“ werden können, wäre zu überlegen, ob man zumindest für große Bestellungen ein effektiveres Verpackungssystem entwickeln könnte.

Zubereitung:  Alle Zubereitungsschritte werden in der beiliegenden Anleitung übersichtlich dokumentiert und sind einfach nachzuvollziehen. In der Theorie weiß man wenigstens genau, wie es aussehen soll 😉

Qualität: Jetzt zum wichtigsten Teil. Der Lieferdienst hält was er verspricht. Es handelt sich hier eindeutig um hochwertig zubereitetes Essen, das von uns unseren Gästen sehr wohl goutiert wurde. Vor allem Vorspeise und Hauptgericht sind empfehlenswert. Beim Beef hat man etwas herausgeschmeckt, dass es bereits vorgebraten war – trotzdem: allgemeine Zustimmung! Lediglich beim Nachtisch waren die Gäste sich uneinig. Für meinen Geschmack war die Crème Brûlée etwas zu fest geraten und stand geschmacklich hinter den anderen Gerichten zurück. Insgesamt aber: Daumen hoch! Sterneküche à la Maison von Eating with the Chefs macht Spaß und lohnt sich!

Eventtipp: Am 19.11. diskutieren wir in Berlin mit  ‚Eating with the Chefs‘ und anderen über die städtische Esskultur. Hier geht es zur Anmeldung.

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