Rose_IdeeBei Fairtrade-Schokolade geht nur ein geringer Teil der Einnahmen an die Menschen im Herkunftsland des Kakaos. Das Start-up Fairafric krempelt den Herstellungsprozess um – und verspricht das Fünfzigfache. Dieser Artikel erschien erstmals auf goodimpact.org.

Dieses Projekt lässt Herzen von Chocoholics höher schlagen: Es gibt jetzt eine neue Ausrede für die Sucht. Das deutsch-ghanaische Start-up Fairafric will die fairste Schokolade produzieren, die es gibt.

Der Unterschied zu anderen fairen und nachhaltigen Schokoladen: Bei Fairafric werden nicht nur die Kakaobohnen zu einem teureren Preis eingekauft, sondern die gesamte Produktion wird in deren Herkunftsland verlagert, in diesem Fall nach Ghana: vom Rösten der Bohnen über das Brechen und Mahlen der Kerne, das Conchieren der Schokoladenmasse bis zum Härten, Formen und Verpacken.

Laut Fairafric-Gründer Hendrik Reimers verbleibt bei bei der Zertifizierung mit Fairtrade pro Tafel nur ein Cent mehr im Land als bei herkömmlicher Produktion. Dadurch, dass bei Fairafric die Wertschöpfung nach Ghana verlegt wird, kann mit 50 Cent pro Tafel ein 50 mal größerer Anteil im Land bleiben.

Cofunding-Ziel wurde um das Doppelte übertroffen

Seit April konnte Fairafric im Crowdfunding auf kickstarter fast 30 000 Euro für die sammeln und damit die Fundingschwelle fast um das Doppelte übertreffen. Die Produktion der Schokolade läuft bereits auf Hochtouren; die erste Lieferung wird die Crowdfunder voraussichtlich bereits im August erreichen.

Schlechte Nachrichten erwarten allerdings Vollmilchschokoladen-Liebhaber: Aufgrund eines Maschinenausfalls konnte sie zunächst nicht hergestellt werden. Die nächste Lieferung ist allerdings bereits für den Oktober geplant. Bei den kälteren Temperaturen schmeckt die Schokolade aber bestimmt noch besser.

Infografik: fairafric.

Infografik: fairafric.

Titelfoto: fairfafric.

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