Rose Essen FoodDenise Loga war Beraterin für internationale Klimapolitik. Jetzt hat sie ihren alten Beruf an den Nagel gehängt und The Betterplate gegründet: Ein Unternehmen, das Lust auf gute Ernährung machen soll. Wir haben mal nachgefragt und unser Fotograf Nikolaus Kim hat sie zum Shooting samt saisonalem Gemüse getroffen.

Irgendwann im Gespräch sprudelt dann dieser Satz aus Denise Loga heraus: „Die Küche ist kein Ort der Furcht.“ Das fasst ziemlich gut alles zusammen, um das es in diesem Gespräch ging. Denn einerseits sind viele Küchen in Deutschland eben doch ein Ort der Furcht, wenn man sich ansieht mit wie wenig Bewusstsein für Lebensmittel und Ernährung dort am Rande der Körperverletzung mit industriellen Produkten und anderen Schweinereien agiert wird. Und andererseits kann man nirgendwo sonst so viel Spaß haben, wie in der Küche, wenn man nur die richtigen Ideen, Zutaten und Freunde hat. Und genau diese beiden Pole sind es, die Denise antreiben: Die Freude an gutem Essen und Kochen und der Wunsch darüber aufzuklären, welche Ernährungsweisen und Produkte in die Tonne gehören, weil sie Menschen krank und unseren Planeten kaputt machen.

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Momentan lebt Denise ihr Sendebewusstsein vor allem in ihrem Youtube Kanal aus, auf dem sie mit viel positiver Energie Bewusstsein rund um das Thema Ernährung sendet. Vom richtigen Umgang mit saisonalen Obst- und Gemüsesorten bis hin zur Frage, welche Zutaten sich eigentlich wie auf unsere Gesundheit auswirken.

Bevor Denise sich dem Thema Ernährung widmete reiste sie als Beraterin für Klimapolitik um die Welt. Und in dieser Arbeit liegt auch die Wurzel von The Betterplate. Denn die klimatischen Folgen unbedachter Ernährung sind erheblich. Trotz dieses thematischen Zusammenhangs war der Weg zu The Betterplate ein radikaler. Denise setzt alles auf diese Karte und wenn es nach ihr ginge, ist ihr Baby in fünf Jahren ein Unternehmen, das Workshops, Online-Tutorials und Dinner-Events anbietet und am besten auch eine eigene Produktlinie hat. Denn – völlig richtig – nur wer Visionen hat und sich traut groß zu denken, verändert die Welt.

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Dass das mit dem Welt verändern nicht so ganz einfach ist, weiß auch Denise. Wie alle, die sich intensiv dem Thema Food auf dem Planeten Berlin widmen, erreicht sie mit ihren Maßnahmen bisher vor allem eine Zielgruppe, die eh schon relativ aufgeklärt ist in Sachen Ernährung, und die über ein Bildungs- und Einkommensniveau verfügt, das es ihr erlaubt über die Bedeutung von Grünkohl nachzudenken. Den nötigen gesellschaftlichen Wandel bezüglich der Frage, was wir täglich in uns reinschieben, bewirkt man damit nicht. Deshalb engagiert sich Denise beispielsweise auch bei Slow Food, die eigene Programme haben, mit denen sich die Organisation an die wendet, die nicht zur Speerspitze des Ernährungswandels gehören. Gut so.

2 Kommentare

  1. Leon Antworten 19. April 2016 at 20:53

    Wir haben Denise live erlebt und trauen ihr die Vision in jedem Fall zu! 🙂

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