Rose LandkarteMade in Brooklyn ist ein cooles Label. Das ist eine Sache. Eine andere Sache ist: Der New Yorker Bezirk könnte ein Musterbeispiel für die urbane Wirtschaft der Zukunft sein. Mutige, flexible und kreative Kleinunternehmer, denen Lokalität, Innovation und Qualität wichtiger sind als Masse. 50.000 Arbeitsplätze entstanden zwischen 2000 und 2010 in Brooklyn. Die umtriebigen Gründer haben an diesem Erfolg einen gehörigen Anteil. Egal ob digitale Macher wie Etsy, neue Destillerien in alten Lagerhallen, Schokoladenmanufakturen oder Uhrmacher – es scheint eine „New Brooklyn Economy“ zu geben.

Made in… Labels sind wunderbare Wegweiser durch den Konsum. Steht Made in Germany drauf, wissen wir, es geht nicht kaputt. Made in Switzerland – präzise! Made in Bangladesch – gemacht unter asozialen Bedingungen. Und Made in Brooklyn? Cool!

Farmersmarket in Brooklyn. Hier wurde alles lokal produziert. Foto: Philippe Intraligi

Farmersmarket in Brooklyn. Hier wurde alles lokal produziert.
Foto: Philippe Intraligi

Alleine ein Blick auf die Menschen, die Made in Brooklyn sind, macht einem klar, was dieser New Yorker Stadtteil hervorzubringen vermag. Das Intellektuelle mit Woody Allen, der kluge Witz mit Jimmy Fallon, die Schönheit mit Sophie Auster, das Böse mit Al Capone oder auch das Glitzern mit Jay Z. Es ist alles da. Zwischen den Brownstones in Clinton Hill, den alten Speichern in Dumbo, den mega hippen Läden in Williamsburg, den Wohlfühl LoHas in Park Slope und den düsteren Werkstätten weit draußen auf dem Weg Richtung Flughafen J.F.K.

Als die Beastie Boys 1987 No Sleep till Brooklyn sangen, da assoziierte man mit Brooklyn bei weitem nicht das, was einem heute in den Sinn kommt. Brooklyn, das klang ein bisschen nach Gefahr, nach dem hässlichen kleinen Bruder des stets aufstrebenden Manhattan. Brooklyn war auch industrielle Produktion, einfache Arbeit. Genau die Form von Arbeitsplätzen, die in den 90ern vernichtet wurden, was dem Bezirk und seinen Bewohnern übel mitspielte. Heute bekommen passionierte Stadtmenschen beim Klang des Namens Brooklyn leuchtende Augen. Brooklyn ist cooler als cool. Manhattan mag Capital of the world sein. Brooklyn ist Capital of Cool. Wer Urlaub oder einen längeren Aufenthalt in New York plant, den zieht es oft gleich nach Brooklyn als Basis für kurze Ausflüge rüber in dieses Manhattan…. (hier geht’s weiter)

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