Rose_KameraDas Gebirge ‚Santa Maria de Montserrat’ liegt etwa 40 Kilometer nordwestlich von Barcelona. Gerade noch am Strand gelegen, kann auf rund 800 Meter Höhe die gleichnamige Benediktinerabtei bestaunt werden. Wie aus dem Nichts steht dieses Gebirge in der Landschaft. Umgeben von Dörfern und Flüssen, gehört die Region rund um das Gebirge zu eine der wichtigsten Kulturstätten Kataloniens.

Eine Wanderung durch das Gebirge ist nicht nur für Kletterer aus aller Welt interessant. Die Gebirgszüge wirken wie von Menschenhand geformt und spielen der menschlichen Vorstellung den ein oder anderen Streich. Ob ein alter Mann mit Knollnase und Bart oder tierische Gesichtszüge – die Berge können einen in seinen Bann ziehen.

Gerade einmal 800 Meter über dem Meeresspiegel und doch erscheint der Weg hoch hinauf zu einer der unzähligen Gebirgsspitzen wie auf den höchsten Ebenen der Alpen.

Immer wieder tauchen abseits des Klosters kleine, zum größtenteils verlassene Kapellen auf, die in früheren Zeiten als Rückzugsort für Mönche galten. Dort konnten sie sich abseits von Dorf- oder Kirchenleben voll und ganz der Suche nach Spiritualität zuwenden.

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Umso tiefer man sich ins Gebirge wagt, umso menschenleerer wird es. Die Touristenmassen rund um die Benediktinerabtei laden gerade dazu ein, sich einen einsamen Ort im Gebirge zu suchen.

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Die Wanderwege hinauf in die Berge führen in der Regel durch ausgetrocknete Bäche. Die Region rund um die Benediktinerabtei ist zudem ein Naturpark. Und gerade im Herbst zeigt sich der Park von seinen schönsten Farben.

Foto: Peter Jelinek

Doch nicht nur die Ruhe ist das Ziel. Wer im Gebirge wandert, der will den Ausblickgenießen. Beim erreichen der Spitze, offenbart sich die wahre Schönheit des Gebirges.

Gerade noch Sonne, nun mitten in den Wolken. Die Wolken im Tal erreichen innerhalb von Minuten die Bergspitzen und lassen das Gebirge in ein völlig anderes Licht tauchen.

Wer die Zeit richtig einteilt und das Wetter mitspielt, kann gegen Dämmerung auf den Spitzen der Berge wandern und einen fabelhaften Sonnenuntergang genießen…

Auch das Kloster erscheint in einem völlig anderen Licht. Der schöne Nebeneffekt: Ein Lichterspiel und menschenleeres Kloster. Runter ins Tal fährt dann die kleine Eisenbahn.

 

Foto: Peter Jelinek

Die Benediktinerabtei wurde unter dem Abt Liba de Besalú zwischen 1025 und 1035 gegründet und erbaut. Mittlerweile leben dort 80 Mönche, die das über die Jahrhunderte gewachsene Kloster pflegen und dort Gläubige aufnehmen. Eine Übernachtung ist dort ebenfalls möglich.

 

Fotos: Peter Jelinek

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