Rose ContributorenIm Zeitalter des Fotos bekommen Illustrationen plötzlich eine neue Relevanz. Wie großartig das sein kann, zeigen die Arbeiten der Berliner Künstlerin Stephanie F. Scholz, die wir künftig zum Kreis unserer Kontributorinnen zählen dürfen.

Spätestens seitdem auf dem Cover unserer ersten Print-Ausgabe eine Illustration zu sehen war, sind wir Feuer und Flamme für diese Kunstform. In Zeiten, in denen wir in Fotos zu ertrinken scheinen,  bietet die Illustration eine künstlerische Freiheit und Detailtiefe, die Instagram nicht mal eben so dahinfiltert.

Und so treffe ich mich gerne an einem kühlen Sommermorgen mit der Berliner Illustratorin Stephanie F. Scholz, rede mit ihr über ihre Arbeit und lass mich durch die Welt ihrer Illustrationen führen. Es ist eine berauschende Welt. Eine Welt, die keine Angst vor Farben und Formen hat. Eine Welt, die in einem abstrakten Stil auch keine Furcht vor der großen Geste hat. Vielleicht fehlt ihr alles Kleingeistige, weil sie in Japan geboren und in Australien aufgewachsen ist, ehe sie nach Berlin kam. Wer die Welt kennt, denkt groß.

Stellvertretend für diesen Stil stehen zwei Reihen. In einer zeigt Stephanie in groben abstrakten Formen und wundervollen Farben die Köpfe berühmter Personen: Virginia Woolf, Sigmund Freud und Friedrich Nietzsche. Figuren, die man schon tausend mal gesehen hat und plötzlich noch mal neu kennenlernen darf.

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Virginia Woolf; Stephanie F. Scholz

Friedrich Nitzsche, Stephanie F. Scholz

Friedrich Nitzsche, Stephanie F. Scholz

Sigmund Freud, Stephanie F. Scholz

Sigmund Freud, Stephanie F. Scholz

Eine weitere Reihe geht sogar noch einen Schritt weiter. Die Farbwelt und die abstrakten Formen bleiben bestehen, aber auf den Motiven passiert mehr, sie sind weniger plakativ, erzählen eher ganze Geschichten. Motive, in denen man etwas entdecken kann. Konkret genug, um eine Ahnung zu haben. Offen genug, um interpretieren zu können.  „Who killed Mondrian…?“ und „Who killed Buckminster Fuller…? illustrieren Szenen, die jeweils die künstlerischen Welten der Protagonisten zitieren, dekonstruieren und in eine Erzählung fügen. Ein großartiger Spaß.

"Who killed Mondrian...?"; Stephanie F. Scholz

„Who killed Mondrian…?“; Stephanie F. Scholz

"Who killed Buckminster Fuller...?"; Stephanie F. Scholz

„Who killed Buckminster Fuller…?“; Stephanie F. Scholz

Stephanie’s Arbeiten wurden in den vergangene Jahren in verschiedenen Solo- und Gruppenausstellungen gezeigt. Sie erschienen unter anderem in „Die Zeit“, „Die Tageszeitung“ und dem „Musikexpress“. Ihr solltet also die Augen offenhalten und euch die nächste Chance nicht entgehen lassen, ihrer Illustrationen zu betrachten. Eine wunderbare Möglichkeit dazu bietet übrigens die Plattform Verni. Ihr könnt also noch heute einen Termin vereinbaren.

 

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