Rose IdeeKeine Ahnung, wie es euch ging, aber als ich vor ein paar Jahren zum ersten Mal von einem 3D-Drucker hörte, traute ich meinen Ohren kaum. Ein Drucker, der ein Objekt physisch – und nicht auf Papier – ausdruckt, das vorher als Modell am Computer entworfen wurde. Figuren, Vasen, Stühle, Brillen, Ersatzteile. Alles, was aus Kunststoffen, Keramik, Kunstharz und Metallen herstellbar ist. Wahnsinn!

Inzwischen gibt es eine lebendige Maker-Community und Unternehmen, die Elektronik und Software mit 3-D-Druckern, Lasercuttern und CNC Fräsen verbinden. Außerdem beschäftigen sich einige Universitäten und Schulen mit dem Thema. Die wohl bekannteste Forschung dazu betreibt das Massachusetts Institute of Technology (MIT). Hier wurde 2002 auch das erste Fab Lab gegründet, eine Werkstatt, die Einzelpersonen den Zugang zu den Geräten ermöglicht und das entsprechende Wissen vermittelt.

Mittlerweile gibt es weltweit 125 Fab Labs in 34 Ländern. In Berlin eröffneten Wolf Jeschonnek, Nicolai Hertie und Murat Vurucu im Frühjahr 2013 ein Fab Lab in der alten Königsstadtbrauerei im Prenzlauer Berg. Sie haben alle erforderlichen Geräte vor Ort und bieten Workshops zu deren Benutzung an. Jeden zweiten Dienstagabend ist Open Lab und jeder kann vorbeikommen und – gegen Spende – lernen und ausprobieren. Diese Infrastruktur nutzen vorrangig Designer, Architekten und Ingenieure, die hier Prototypen oder kleine Produktserien herstellen.

3D-Druckinspirationen

Fotos: www.fablab-berlin.org

Das klingt ein wenig nach Spielerei, ist aber nicht weniger als eine technologische Revolution. Die Medizin forscht an individuell angefertigten Organen, in unzugänglichen Gegenden in Entwicklungsländern hofft man auf die Möglichkeiten, Ersatzteile bei Bedarf herzustellen, die sonst schwer zu bekommen sind. Noch ist die Technologie sehr teuer, Fab Labs machen die Verfahren aber für jeden zugänglich. Ein Blick dahin lohnt sich!

Was meinst Du dazu?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Go top